Erstes Treffen des Sounding Boards
Die erste Sitzung des Sounding Boards fand Ende November 2025 in Bern statt. Zusammen mit Vertretern von Gemeinden, Planungsbüros und Berufsverbänden diskutierte das Projektteam den Projektstart sowie erste Ergebnisse der Sammlung guter Beispiele und die Entwicklung von Typologien. Dieser frühe Austausch sollte den Fokus des Projekts von Anfang an schärfen und erste Annahmen anhand praktischer Erfahrungen überprüfen.
Die Diskussion machte deutlich, dass Service public in einem weiteren Verständnis und Baukultur in ländlichen Gemeinden eng miteinander verknüpft sind. Am wichtigsten ist das Zusammenspiel zwischen Nutzung, öffentlichem Raum und sozialer Infrastruktur. Erfolgreiche Projekte stärken nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern beleben das Dorfzentrum als Ganzes und können Impulse für eine umfassendere Gemeindeentwicklung geben. In diesem Sinne wurde Baukultur nicht als isoliertes Gestaltungsproblem verstanden, sondern als strategischer Hebel für die lokale Entwicklung.
Entwicklungsprozesse anstossen und lokale Unterstützung aufbauen
Auch Herausforderungen wie Finanzierung, Standards und regulatorische Anforderungen wurden angesprochen. Temporäre Nutzungen wurden als mögliches Mittel hervorgehoben, um Potenziale sichtbar zu machen und Entwicklungsprozesse anzustossen. Solche Zwischenlösungen wurden als pragmatische Instrumente angesehen, um Risiken zu reduzieren und lokale Unterstützung aufzubauen. Darüber hinaus wurde die geplante Wanderausstellung als Schlüsselelement des Projekts diskutiert, da sie Beispiele und Ergebnisse greifbar macht und als Grundlage für den Dialog innerhalb der Gemeinden dient.
Netzwerk von Praktikern
Schliesslich wurde die Idee der Einrichtung eines Netzwerks von Praktikern sehr positiv aufgenommen, insbesondere als langfristige Struktur für Peer-Learning, Erfahrungsaustausch und standortbezogenes Lernen durch Besuche konkreter Projekte.